Über kleine Fehltritte und große Momente
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Nur ein normaler Tag...

Schon ist wieder ein Tag rum. Das geht mir im Moment wirklich ZU schnell. Wow. Nur noch etwa 2 Wochen zu Hause!!! Countdown läuft.

 So langsam evaluiere ich meine Zeit hier. Und als ich heute in meinem Schreibtisch gestöbert habe, habe ich einen Zettel gefunden. Eigentlich habe ich schon so lange nicht mehr über diesen einen Typen nachgedacht. Und dann, mit der Notiz...

Zu Beginn meiner Magersucht hatte ich schon eh und je Probleme mit meinem Selbstwertgefühl. Ich hab mich immer hässlich und furchtbar gefühlt. Deswegen habe ich mir bis dato auch immer Jungs ausgesucht, denen ich alles zu Füßen legen musste.

Genau zu dieser Zeit tauchte ein einziger Kerl auf, der immer für mich da war und einfach nett zu mir war. Aber er war einfach nicht mein Typ. Ich war um ehrlich zu sein zu sehr mit mir selbst beschäftigt, als dass ich mich darum hätte kümmern können, ob er mehr sein könnte. Er hatte zwischenzeitlich mal eine Freundin, hat aber wegen mir mit ihr Schluss gemacht.

Und ich stelle heute, einfach so und aus heiterem Himmel, vermisse ich ihn. Gott, ich klinge wie diese 12-jährigen Mädchen, die ihrer "großen Liebe" nachweinen. Ich glaube gar nicht wirklich, dass er das für mich war...vielleicht hätte es das werden können. Mhm, keine Ahnung. Aber was ich jetzt machen soll, soll ich mich bei ihm melden oder nicht, weiß ich auch nicht.

 

Morgen geht's erst einmal zum Wiegen. Abschlusstermin beim Therapeuten.! YAY! I MADE IT! SCREW YOU ANOREXIA

 

Liebste Grüße von einer verwirrten, aber immerhin glücklichen Thalie

19.9.12 17:11


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Busy as a Bee :)

Heyhohallo,

 gestern musste ich den ganzen Tag arbeiten. Stress hoch zehn. Ich dachte mir, dass es klug wäre, nach dem Abi und vor der Uni zu arbeiten, ein bisschen Geld zu verdienen. Aber wow, jetzt habe ich nur noch 14 Tage hier und dann ziehe ich weit weg.

Es ist schon komisch daran zu denken, dass ich nicht mehr bei meinen Eltern leben werde. Ich lebe seit zwölf Jahren in demselben Haus, mal abgesehen von den Möbeln hat sich dort nichts verändert und auf einmal bin ich nicht mehr da.

Klar, ich komme ja wieder. Aber ich muss auf einmal alles alleine machen. Alles alleine können. Ich wohne nicht gerade in Reichweite. 800 km weg...

Gleichzeitig freue ich mich absolut. Ich bin dann nicht nur auf dem Ausweis erwachsen. Ich wohne dann in einer WG und endlich keine Kontrolle mehr. Zuhause ist man ja doch immer noch das Kind!

 Aber es gibt noch so unglaublich viel zu tun. Möbel kaufen, streichen, packen etc.

Ich muss auf mich aufpassen. Nicht wieder durch den Stress in alte Gewohnheiten verfallen. Kennt ihr das, wenn alles um euch herum nur noch verrückt und rasend erschreint und ihr dasteht und das Gefühl habt nicht vom Fleck zu kommen?

Liebste Grüße,

Thalie

18.9.12 11:26


Hallo erst mal...

Hey,

ich stelle mich nicht großartig vor, weil ich das gar nicht so wichtig finde. Ich glaube nicht, dass ihr wissen müsst, wer ich bin, sondern dass nur der "Moment" zählt.

Ich schildere gerne Erfahrungen, dich gesammelt habe. Wer weiß, vielleicht hilft es ja anderen.

 Vor genau einem Jahr habe ich die Therapie begonnen. Ich war essgestört, magersüchtig. Das ist ein komplexeres Problem als "Ich will dünn sein, also esse ich nichts mehr."

Ich selber habe immer nur daran gedacht, dass "diese Menschen" gerne rank und schlank wären und sich deswegen gestört wahrnehmen. Als ich dann eines morgens aufwachte und realisierte, dass ich auf 1,65 Meter gerade einmal 40 kg wog, klärte sich meine Sicht darauf.

Ich wollte nicht so dünn werden. Ich wollte nur auch nicht zunehmen. Nicht NUR weil Schlankheit eben das Schönheitsideal der heutigen Zeit ist, sondern auch, weil man ja nichts außer sich selbst kontrollieren kann.

Ich konnte meine Familie nicht kontrollieren, meine Freunde, auch wenn sie mich im Stich ließen. Also kontrollierte ich mich. Kaum etwas zu trinken, um das Gewicht nach jedem Bissen genau kontrollieren zu können. Nur vor dm Schlafengehen ein Glas Cola light. Mahlzeiten genaustens durchkalkuliert, bis einige ganz wegfielen.

Ich muss meine Geschichte, die Tatsache, dass ich mal stark übergewichtig war, weil meine Schilddrüse kaputt war, nicht genau schildern. Die Fakten sind genug. Es geht darum, dass ich Kontrolle vor mein Wohl gestellt habe.

An manchen Tagen erwische ich mich, wie ich auf die Kalorien schaue und mir denke, soll ich...!? Aber meistens ggeht es mir gut. Ich habe das Leben wieder aufgenommen und würde euch gerne an den Stolpersteinen (an schlechten...fast rückfälligen Tagen) und an den Glanzmomenten (wenn alles perfekt scheint) teilhaben lassen.

 Ich hoffe ihr lest und vielleicht kommentiert ja der eine oder die andere.

Liebe Grüße,

Thalie

16.9.12 22:16





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